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Immer wieder Hiroshima

Nicht selten kam es vor, dass wir erstaunte Blicke geerntet haben, wenn wir davon berichteten, dass wir für mehrere Wochen zur Vertiefung unserer Praxis nach Hiroshima gereist sind. Dieses Erstaunen ist nicht verwunderlich, denn in Deutschland geht man im Allgemeinen davon aus, dass irgendwann ein Ende der Ausbildung erreicht ist. Und dann ist man eben mit dem Lernen fertig.

 

In Japan wird dies aber anders gesehen. Es ist dort, auch für langjährig Praktizierende, ganz normal sich weiterer Schulung zu unterziehen, denn die Übung hört nie auf! In dem Moment, an dem man sagt, dass man schon alles kann, tritt Stagnation ein und der Praxis kommt die Lebendigkeit abhanden.

 

Sich von diesem Geist anstecken und erfüllen zu lassen, empfinden auch wir immer wieder als wichtigen Teil des Teeweges.

 

Wir sind dankbar, dass wir in den vergangenen 4 Wochen wieder einmal die intensive Praxis einer japanischen Teeschule miterleben durften, denn zum nunmehr achten Mal haben wir in der Ueda Sôko-Schule in Hiroshima für jeweils einen Monat an Unterricht und Veranstaltungen teilnehmen können.

 

In diesem Jahr haben uns auch zwei unserer Teeschüler begleitet und auf diese Weise einen tieferen Einblick in die Komplexität des Teeweges gewinnen können.

Es freut uns ganz besonders, dass diese Reise von der Stadt Hannover im Rahmen der Städtepartnerschaft gefördert worden ist.

 

Die nächste Reise ist für Herbst 2019 geplant.