Teezeremonie im Samurai Art Museum, Berlin

Teezeremonie des Ueda Sōko e.V. im Samurai Art Museum Berlin

Freitag, 25. Oktober 2019, 18.30 Uhr

 

Das Trinken von grünem Pulvertee wurde im 13. Jahrhundert von buddhistischen Mönchen, die von ihren Studienreisen in China zurückkehrten, in Japan eingeführt. Wurde der Tee zu Beginn als Medizin angesehen, entwickelte sich im Laufe das 15. Jahrhunderts das Teetrinken als gesellschaftliche und ästhetische Praxis unter den Feudalherren. Wohlhabende Samurai zeigten ihre umfangreichen Sammlungen an Kunstobjekten, vornehmlich aus China stammende Malereien oder Teeschalen, während luxuriöser Teezusammenkünfte. Der Wandel innerhalb des japanischen Teeweges, mit dem Fokus auf Zen-buddhistisches Gedankengut, der Verwendung von lokal gefertigten Teeutensilien und einer auf Schlichtheit basierenden Ästhetik (wabi-cha), trat durch die berühmten Teemeister wie Sen no Rikyū am Ende des 15. Jahrhunderts auf. Die Feldherren und Reichseiniger Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi zählen zu den bekanntesten Anhängern und Förderern der japanischen Teezeremonie (cha-no-yu).

 

Die Tradition des Teeweges der Ueda Ryū („Tradition“ oder „Schule“) wurde nach ihren Begründer und Kriegsherren Ueda Sōko (1563-1659) benannt, der u.a. zum Schülerkreis um Sen no Rikyū gehörte. Der sog. „Teeweg der Samurai“ (buke-cha) des Teemeisters Ueda Sōko stellt eine Form der japanischen Teeästhetik dar, in der Sitten und Gebräuche sowie Etikette und Werte des Schwertadels (buke) sichtbar werden.

 

Am Freitag, den 25. Oktober 2019 um 18.30 Uhr, findet eine Vorführung mit anschließender Teeverkostung des Ueda Sōko e.V. im Samurai Art Museum Berlin statt.

 

Teilnahmebetrag: 30,- €

Ort: Samurai Art Museum – Die Sammlung Janssen Berlin (Eingang 3 UG. der Villa Clay), Clayallee 225 D, 14195 Berlin-Zehlendorf

 

Da nur eine begrenzte Teilnehmeranzahl für den Abend zugelassen ist, wird um vorherige Anmeldung unter folgender E-Mail-Adresse gebeten:

kontakt@samurai-artmuseum.com